Schritte auf dem Weg zu einer Theorie der Präzision des Ungefähren

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Schritte auf dem Weg zu einer Theorie der Präzision des Ungefähren

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Schritte auf dem Weg zu einer Theorie der Präzision des Ungefähren

 

Wir sichern uns doch nur auf Oberflächenpunkten eines Ganzen, das uns verborgen ist, und gerade die Ausflucht, die wir uns ersinnen, kann uns umbringen. Viel wichtiger ist eine gewisse Lockerheit der Glieder, wie sie das Kind bei der Geburt besitzt.“ (Ernst Jünger, Strahlungen I: 471)

 

Zentraler Teil jeder biographieorientierten Beratung ist die Entscheidung unentscheidbarer Fragen, denn es kommt erstens anders und zweitens als man denkt. Wenn das Leben, wie die Erfahrung lehrt, zuweilen unvorhergesehene Volten schlägt, stellt sich die Frage nach dem Sinn biographischer Planbarkeit und ihren unvorhersehbaren Nebenfolgen sowie insbesondere nach der Metastruktur biographischer Beratungsprozesse. Dazu müsste eine Theorie der tiefenhermeneutischen Verknüpfung von Oberflächen- und Tiefenstrukturen zur Lesbarkeit dieser Welt entwickelt werden. Eine Theorie (und Pragmatik), die auf der einen Seite hinreichend vorhersagepräzise ist und auf der anderen Seite genügend Raum für das noch nicht-sichtbare Zukünftige, das sogenannte Ungefähre freigibt.

Mit der (Meta-)Modellentwicklung zu diesen komplexen und widersprüchlichen Phänomenen in der Biographieberatung hat sich der Autor seit dem Orwell-Jahr 1984 in Theorie und Praxis intensiv beschäftigt.

 

In diesem Buch werden die achtzehn Jahre der ersten drei Entwicklungsepochen der [MATRIX]-Modelle von 1984 bis 2002 beschrieben und die entsprechenden Werkzeuge und Methoden erstmalig zusammengefasst dargestellt, daraus entwickeln sich die Schritte auf dem Weg zu einer Theorie des Ungefähren.

 

Im theoretischen Teil

werden ausgehend von den Beziehungsangeboten verschiedener psychotherapeutischer Schulen, wie Gesprächstherapie, Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, Systemische und Hypnotherapie die frühen Einflüsse im Leben des [MATRIX]-Entwicklers Peter-W. Gester von der Kindheit bis zum Ende des Studiums analysiert und zu der späteren [MATRIX]-Theorie in Beziehung gesetzt.

Dieser biographisch-historische Exkurs wird dadurch zugleich zu einem Beispiel für die Denk-, Beobachtungs-, Vorgehens- und Funktionsweise der [MATRIX]-Beratungsverfahren.

 

Dann wird von Feyerabends Paradigmenwechsel, dem Konzept des Homo Ludens von Johan Huizinga, Hermann Hesses Glasperlenspiel und Norman Mailers Ideen über Hip und Square, bis zur der Weiterentwicklung des systemischen Kontextbegriffs zum Mitwelt-Konzept von Hugo Kükelhaus die Theorie von Oberflächen- und Tiefenstruktur als das Modell einer Lesbarkeit der Welt entwickelt und als pragmatisches Instrument der stereoskopische Blick und die Désinvolture (ungezwungen-lockere Heiterkeit) von Ernst Jünger für Beratungsvorhaben entwickelt.

 

Im praktischen Teil

werden über die einzelnen Entwicklungsepochen die konkreten Modelle vom ersten Lebens- und Berufsplanungsverfahren „Karrette“, dem Relatiogramm, der Systemanalyse bis zu Mintzbergs Rollen Modell und psychopathischen Rollenentgleisungen von Managern auch die organisationsanalytischen und die hypothesenbildenden Instrumente beschrieben und in dem in den 1980er Jahren weltweit ersten systemischen Coaching Modell zusammengefasst.

Die bildschöpfenden Verfahren der Symbolisation als zentrales Instrument der [MATRIX] zur Erzeugung von übersichtlichen Partien in der biographischen Zukunftsplanung wird dargestellt. Zur Analyse der Symbolisationen und Dekodierung von Biographien werden die Verfahren der Participation mystique von Lévy Bruhl und C.G. Jung mit dem Verfahren des Tiefenverstehens, dem Groken nach R. A. Heinlein und der Theorie einer Tiefenhermeneutik verbunden.

Erscheinungstermin: März 2013

 

Zur Entscheidung unentscheidbarer Fragen in der Biographieberatung

ist zum Herbst 2013 als Fortsetzung dieses Buches geplant. Hier wird die aktuelle fünfte Entwicklungsepoche der [MATRIX] mit ihren Theorien und praktischen Modellen zur Entscheidung unentscheidbarer Fragen in der Biographieberatung beschrieben. Es wird dann die Theorie des inneren und äußeren Locus amoenus (dem schönen Ort), des Locus terribilis (der inneren und äußeren Hölle), der No Places (den seelenlosen Funktions- und Produktionsorten), der Spaziergangswissenschaften, zum mentalen Umherschweifen in den [MATRIX]-PIanungsinstallationen mit Fluxus-Methoden entwickelt. Das Gesellschaftsmodell einer distopischen Weltrisikogesellschaft in der Epoche nach Peak Oil (Erdölfördermengenzenit) wird als chronische Hintergrundstrahlung postmoderner Biographien mit seinen Auswirkungen auf die Biographieberatung entwickelt u.v.a.m..

Erscheinungstermin: Ende 2013

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